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Kammerpräsident Sesterhenn im Amt bestätigt – Vorstandswahl bringt neue Gesichter an die Spitze der SBK

Walter Sesterhenn bleibt für weitere vier Jahre der Präsident der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz und steht damit auch weiterhin an der Spitze der fast 4.000 Steuerberater in Rheinland-Pfalz. Er will sich auch in seiner kommenden Amtszeit auf wirtschaftlicher und politischer Ebene für die Belange der Steuerberater einsetzen und deren Position national und international stärken. Im Rahmen der turnusmäßigen Vorstandswahl wurde er von der Kammerversammlung in seinem Amt und damit auch in seiner bisherigen Tätigkeit bestätigt. Neue Gesichter gibt es hingegen im Vorstand der SBK: Nach 28 Jahren im Amt des Vizepräsidenten und großem persönlichen Engagement für die Steuerberaterkammer verabschiedet sich Josef Ludwig aus den vordersten Kammerreihen, genauso wie die Präsidiumsmitglieder Michael Görgen nach 24 Jahren Kammertätigkeit und Andrea Fritsch nach 16 Jahren. Als Vizepräsidentin wiedergewählt wurde Karin Willig aus Ingelheim; zweiter Vizepräsident wurde Ralf Nick aus Emmelshausen.

Sesterhenn betont, sein wichtigstes Anliegen sei die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter für den Berufsstand und eine entsprechend frühzeitige Nachwuchsförderung, um dem steigenden Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. „Der Beruf des Steuerberaters oder eine Tätigkeit als Steuerfachangestellte/r ist eine erfüllende, spannende und anspruchsvolle Aufgabe“, sagt er. Qualifizierte Fachkräfte mit Spezialwissen werden derzeit dringender gebraucht als jemals zuvor.

Sesterhenn weiß hierbei, wovon er spricht, denn der 66-Jährige ist seit 30 Jahren Steuerberater und Kanzleiinhaber und hat gerade in den letzten Jahren die immensen Wandlungen der Branche selbst miterlebt. Neben den Nachwuchssorgen ist es auch die Digitalisierung, die sowohl den Steuerberatern als auch ihren Mandanten bei ihrer täglichen Arbeit künftig noch einiges abverlangen wird. So wird die verpflichtende eRechnung für B2B-Umsätze für die Mandanten – größtenteils kleine und mittlere Betriebe in Rheinland-Pfalz – eine erhebliche Herausforderung darstellen. Rechnungen im Papier-Format sollen im B2B-Bereich schon 2025 (alternativ: in Kürze) der Vergangenheit angehören; eine Umstellung, die viele kleine Unternehmen nur mit Hilfe ihres Steuerberaters bewältigen werden.

Sesterhenn hat sich aber auch auf die Fahnen geschrieben, die Stellung des Steuerberaters in Europa zu stärken. „Der Titel Steuerberater, der in Deutschland nur nach einer anspruchsvollen und zeitintensiven Ausbildung getragen werden darf, steht für eine sehr hohe Fachkompetenz der Berufsträger und ist gewissermaßen ein Qualitätssiegel“, hebt er hervor. Gerade in Zeiten zahlreicher neuer EU-Verordnungen sei es wichtig, die Bedeutung des Steuerberaterwesens in Deutschland zu erhalten: „Nirgends in Europa gibt es diese geschützte Berufsbezeichnung Steuerberater, die für jahrelange Erfahrung und exzellentes Fachwissen steht“, bekräftigt er. Erst vor wenigen Jahren sei die Funktion des Steuerberaters als Organ der Steuerrechtspflege im deutschen Gesetzestext verankert und damit seine Position klar definiert worden. Regelungen, die die absolute Verschwiegenheit und die Anerkennung des Berufsstandes untergraben oder die Gesetzestreue der Steuerberater und ihrer Mandanten infrage stellen, dürfe es nicht geben, so der Kammerpräsident eindringlich.

In diesem Zusammenhang hat für ihn auch die Berufsaufsicht durch die Steuerberaterkammer weiterhin eine tragende Bedeutung. Es sei eine wichtige Aufgabe der Steuerberaterkammer, ein wachsames Auge auf den Berufsstand zu haben und damit für eine weiterhin hohe Beratungsqualität, vertrauensvolle Mandantenverhältnisse und Verschwiegenheit ihrer Mitglieder einzustehen. „Der Titel Steuerberater zeugt von einer fundierten Ausbildung sowie mehrjähriger Berufserfahrung und beinhaltet die Pflicht zur regelmäßigen Fortbildung – besser als jedes „Zertifikat“, das von anderen europäischen Ländern eingesetzt und auch in Deutschland zum Teil gefordert wird“, bekräftigt Sesterhenn.

Gemeinsam mit dem Kammerpräsidenten wird sich auch der neue Vorstand der Steuerberaterkammer für diese Ziele engagieren, der sich ab sofort wie folgt zusammensetzt: Präsident bleibt Walter Sesterhenn, Steuerberater in Brohl. Die neuen Vizepräsidenten sind die Steuerberaterin Karin Willig, Ingelheim und Steuerberater Ralf Nick, Emmelshausen. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Michael Böhmer aus Ludwigshafen, Steuerberater und Rechtsanwalt Steffen Bouffleur aus Bad Kreuznach, Steuerberater Matthias Garrn aus Mülheim-Kärlich, Steuerberaterin Marthe Hofmann aus Osthofen (neu im Vorstand), Steuerberater Carsten Jacob aus Remagen, Steuerberater Martin von der Lahr aus Trier, Steuerberaterin Dörte Ludwig aus Trier (neu im Vorstand), Steuerberater Peter Hinrich Meier aus Kandel (neu im Vorstand), Steuerberaterin Nadine Michel aus Mainz, Steuerberater Christian Rösel aus Gaugrehweiler, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin Petra Salm aus Trier und Steuerberater Rudi Werner aus Kaiserslautern.